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Killian, Herbert

Geraubte Freiheit

Ein Österreicher verschollen in Nordostsibirien

ISBN: 978-3-902447-39-5
280 Seiten
Buch / gebunden
22,00 cm x 15,50 cm
9783902447395

Killian, Herbert

Killian, Herbert

9,90 €


Bewertung

Über dieses Buch

Nach drei Jahren in Nordsibirien erhielt Killian, trotz seiner Freilassung aus dem Arbeitslager (1950) keine Erlaubnis nach Österreich zurückzukehren. Er fand in einer Strafkolonie Arbeit in einem Krankenhaus und konnte so die neun Monate langen Winter mit Temperaturen bis zu minus 60°C zumindest in geschützten Räumen verbringen. In verschiedenen Episoden wird das Leben in der Strafkolonie Kolyma anschaulich geschildert. Raubüberfälle, Morde, etc. gehörten zum Alltag. Hoffnungslosigkeit und Heimweh wurden zur unerträglichen Qual. Trotzdem lehnte er ein Angebot der sowjetischen Regierung ab, als Spion nach Österreich zurückzukehren. Erst nach Stalins Tod erhielt Killian Ende 1953 das lang ersehnte Ausreisevisum.

AutorIn

Dr. Herbert Killian

1926 als drittes Kind eines Mittelschullehrers in Korneuburg (NÖ) geboren, besuchte Killian die Volksschule in Korneuburg, anschließend von 1938 – 1943 die „Staatliche Oberschule für Jungen“ (Realgymnasium) in Stockerau. Nach Abschluss der 5. Klasse wurde er im September 1943 zu den „Luftwaffenhelfern“ einberufen (10,5 cm FLAK-Batterie, Fischamend, 2 cm FLAK-Batterie, Ternitz). Lückenlos schlossen sich der Reichsarbeitsdienst im „Wartegau“ (Polen) und die Einberufung zur Deutschen Wehrmacht an. Nach kurzem Fronteinsatz in Belgien geriet Killian im Jänner 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft (Compien, Reims). Im Februar erster Fluchtversuch.. Beim zweiten Fluchtversuch im März 1945 gelangte er über Verdun und auf einem amerikanischen Munitionszug nach Lothringen und von dort in Fußmärschen bis in das Rheinland.

Im Juli 1945 nach Hause (sowjetische Besatzungszone) zurückgekehrt, absolvierte Killian die 7. und 8. Klasse Realgymnasium in Stockerau. Nach bestandener schriftlicher Matura wurde er im Juni 1947, zehn Tage vor der mündlichen Prüfung, von Kindern der sowjetischen Besatzungsmacht durch Lärm, Steinwürfe etc. gestört und ohrfeigte einen zehnjährigen Knaben. Verhaftet und in Wien von einem sowjetischen Militärtribunal wegen „Rowdytums“ zu drei Jahren „Besserungsarbeitslager“ verurteilt, wurde Killian über Sopron – Lemberg an den Pazifik und von dort in den GULAG von Kolyma (Ferner Norden) deportiert. Im Mai 1950 aus dem Straflager entlassen (s. Buch „Geraubte Jahre“), erhielt Killian kein Ausreisevisum, arbeitete dreieinhalb Jahre als Sanitäter in einem Krankenhaus (s. Buch „Geraubte Freiheit“) und konnte erst im November 1953 nach Österreich zurückkehren (s. Buch „Geraubte Jugend“) 1995 wurde sein Fall von einem russischen Militärgericht neu aufgerollt und die Strafe auf ein Jahr herabgesetzt.

Von Mai 1954 bis Februar 1955 praktizierte Killian als Forstlehrling in einem herrschaftlichen Betrieb und trat, im Mai 1955 in den Dienst der Forstlichen Bundesversuchsanstalt Wien. Von März 1972 bis Dezember 1976 studierte er als Werkstudent österreichische und osteuropäische Geschichte sowie Volkskunde. 1976 promovierte er zum Dr.phil. (mit Auszeichnung), erhielt 1978 an der Universität für Bodenkultur einen Lehrauftrag für Forstgeschichte und habilitierte sich im August 1989 mit einer Arbeit über die Geschichte der Wildbach- und Lawinenverbauung, womit erstmals in Österreich die venia legendi für Forstgeschichte verliehen wurde. Im Mai 1995 erfolgte seine Ernennung zum ao. Univ.Prof.

1954 geheiratet, zwei Kinder (Söhne). Seit 1995 freier Mitarbeiter am „Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung“ in Graz. Mehr als 200 Publikationen, davon 30 Bücher.

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