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Girtler, Roland

Ein Lesebuch

Das Beste vom vagabundierenden Kulturwissenschaftler

ISBN: 978-3-99024-534-7
308 Seiten
Buch / gebunden
21,60 cm x 14,00 cm
9783990245347

Girtler, Roland

7,90 €


Bewertung

Über dieses Buch

Zum 65. Geburtstag von Roland Girtler versammelt dieses Lesebuch das Beste und Schönste aus seinem Werk. Ein Leckerbissen für Fans, Wiederentdecker und Neueinsteiger.

"Wenn Roland Girtler durchs Land radelt, über Furten und Pässe, dann sucht er die Natur und die Menschen, und was er in ihnen und hinter ihnen entdeckt, erforscht: die Landler, die Bauern, den wirklichen Bauern, das goldene Handwerk, den redlichen Handwerksmann, die Almer und die Senner, den Wilderer, die Wirte und deren zünftige Wirtshäuser, die Klöster und die alte Klosterschule. Girtler ist so einer, der auszog, das Fürchten zu lernen.

"Ein Soziologe, der sich nicht nur rein akademisch mit sozialen Außenseitern beschäftigt, ist hierzulande eine Seltenheit. Roland Girtler hat im Lauf der Jahre darin praktisch eine Monopolstellung erlangt. Was Girtler dazu auszeichnet, ist sein legerer Habitus und der oft witzige umgangssprachliche Stil, in dem seine Bücher geschrieben sind, über Sandler, Häfenbrüder, Strichmädchen oder Wilderer. Girtler betreibt so auf verkappte Weise eine Art von verspäteter Aufklärung; was Katholizismus, Reformation und Gegenreformation angerichtet haben, versucht er wieder ins rechte Lot zu bringen, und er vermittelt dabei den Lesenden und seinen Studenten das Bewusstsein von einer anderen Lebensform als der bürgerlich-angepassten. Die wertvolle Arbeit, die Roland Girtler damit leistet, ist unbestritten; umso mehr, als sie immer wieder von einer merkwürdigen Ambivalenz geprägt ist: Als dürfte sich ein Wiener Universitätsprofessor solche anarchistischen Eskapaden eigentlich gar nicht erlauben (was auch stimmen mag!) und müsste eher Angst haben vor diesen Außenseitern, also die Ganoven fürchten, die Sandler meiden, die Bettler verachten, nachdem ihre trickreichen Listen von ihm penibel aufgezählt wurden."
Heidi Pataki, Die Presse

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